Heute war jetzt – endlich- die erste „richtige“ Konfistunde mit meiner neuen Konfirmandengruppe.

Für mich ist jede Gruppe etwas ganz besonderes und im Laufe des Jahres wachsen mir die Jugendlichen meist auch so richtig ans Herz. Ich freu mich immer, wenn ich meine „Alten“ im Dorf sehe und nachdem sie mir ein fröhliches „Hallo“ entgegenrufen oder halt so grinsen wie 14jährige Jungs das nun mal tun, war wohl auch nicht alles schrecklich im vergangenen Konfijahr.

Jetzt ist aber ein neues Kapitel mit neuen Menschlein dran. Ich lerne neue Charaktere kennen, junge Menschen, die auf dem Weg sind und in diesem knappen dreiviertel Jahr eine unglaubliche Entwicklung durch machen. Ich darf sie begleiten- immer wieder schön und ein besonderes Privileg.

Ich merke auch, dass bei so langsam etwas wie Erfahrung in der Konfirmandenarbeit einkehrt- dabei probiere ich aber immer wieder Neues aus. Verändere einzelne Elemente oder, so wie dieses Jahr, auch „mal eben“ das gesamte Konzept. (Ich weiß- es kommt der Moment, da werde ich mich selbst dafür übelst schelten.)

Meine diesjährige Gruppe ist mit 12 Leute die bisher kleinste Gruppe. Sonst hatte ich immer so um die 20.
Die kleine Gruppe ist eine besondere Herausforderung aber auch eine große Chance. Man kann ganz andere Dinge machen, niemand kann sich verstecken, aber manches wird auch mit so wenigen nicht gehen.

Bei den unvermeindlichen Kennlernspielen wurde heute schon schnell deutlich, wer der „Macher“ ist, wer die große Klappe hat. Aber auch dass sie gut miteinander kommunizieren können und sich auf Fremdes und Ungewohntes einlassen.
Und ich habe einen neuen liturgischen Abschluss eingeführt (auch eine Neuerung für mich), bei dem sie gut drauf eingelassen und gleich mitgemacht haben.
Keiner lachte berührt, als wir gemeinsam den Segen gesprochen haben, niemand störte die Runde durch blöde Kommentare, als ich die Jugendlichen einldu, einmal eine Minute still zu werden.

Ein Jahr voller Abenteuer liegt vor uns.
Da sag mal eineR noch, Konfi sei langweilig.