So beginnt ein Gedicht von Rudolf Otto Wiemer.

Und heute habe ich mal wieder erlebt, dass der Autor Recht hat.

Schwalbenmama und Schwalbentante warn zu Besuch. Wir waren lecker Mittag Essen auf der nahegelegenen Burg.
Beim Wegfahren bemerkte ich, dass der linke Hinterreifen am Schwalbenmamamobil ein bißchen platt war.
Wir fuhren los und weil wir gerade an einer sonntags geöffneten Tanke vorbeikamen, schlug ich vor, dass wir den Reifen aufblasen.
Ich also ans Ventil- und höre, dass da heftig Luft rausströmt.

Es war bald klar, dass Schwalbenmama so nicht mehr heimkommt.
Also gabs eigentlich nur die Möglichkeit, selbst den Reifen zu wechseln oder gleich die gelben Engel zu rufen.
Ich selbst traue mir ja durchaus zu, einen Autoreifen zu wechseln, habe aber immer etwas Angst, ob ich den Wagenehber richtig anlege und ob ich die Schrauben aufkriege.

Da kam gerade ein Engel auf dem Fahrrad angefahren. Eigentlich wollte er sich ja nur was zu essen kaufen, aber er sah unsere Probleme.

Schnell, freundlich und ganz spontan half er uns, den Reifen zu wechseln. Er erklärte mir auch nochmal die richtige Reihenfolge. Erst Schrauben lösen, dann Wagen aufbocken, dann Reifen wechseln etc.
Jetzt traue ich es mir wirklich zu, es beim nächsten Mal selbst zu machen. (Wobei das nächste Mal wirklich warten kann ;-) )

Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein. Manchmal tut´s auch ein Fahrrad.