Es ist ja einerseits sehr löblich, dass in den Medien die Kirche und auch die Mitgliederentwicklung erwähnt werden.
So zum Beispiel in den vergangenen Tgen im Zusammenhang mit der in Magdeburg tagenden Synode der EKD.

Sicherlich- statistisch sieht die Mitgliederentwicklung “der Kirche” nicht gerade rosig aus.
Oftmals suggerieren die Medien, dass dies einzig und alleine mit den “dramatischen Austrittszahlen” zusammenhienge.
Da wird ganz schnell Modernisierung und Alltagsbzug gefordert, oftmals ohne tatsächlich wahrzunehmen wie viele moderne und ansprechende Gottesdienstformen und andere Gemeindeprojekte es mittlerweile gibt.

Aber: nicht die Austritte sind es, die der Kirche und deren Zukunft Sorgen bereiten, sondern die demographische Entwicklung. Es gibt nunmal mehr Menschen, die in Deutschland pro Jahr sterben als geboren werden.
Hier ist Kirche also ganz weltlich und muss mit den gleichen Problemen umgehen wie z.B. Betriebe, die mittel- und langfristig einen Mangel an Mitgliedern, sprich Fachrkäften erleben werden.

Oftmals sind die Menschen überrascht, dass in meinen beiden Gemeinden (insgesamt knapp 1400 Mitglieder) nur drei bis vier Austritte pro Jahr zu verzeichnen sind.
Dem gegenüber stehen ca. 6-8 Taufen und ca 10 bis 15 Beerdigungen.

Also bitte, liebe Medien, recherchiert die Zusammenhänge doch bitte gründlich und erkennt endlich, dass Kirche-leider auch mit dieser Problematik- nicht von der Welt, sondern mitten in der (demographischen) Welt steht.