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Einer der fesselndsten und zugleich gruseligsten Thriller, den ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Eine Jurastundentin bekommt ungebetenen Besuch in ihrem Appartement.
Jahre später, sie ist mittlerweile Staatsanwältin, ist sie in den Fall ihres Lebens verwickelt.
Ihr Privat- und Berufsleben scheinen sich durch den Fall nicht mehr trennen zu lassen, sie verliert zusehends die Kontrolle über ihr Leben.
Einzig ihr Psychiater scheint ihr Halt zu geben, doch da ist dann noch Dominik.
Doch je weiter der Fall fortschreitet, scheint auch dieser letze Halt zu bröckeln.

Jilliane Hoffmans „Cupido“ nimmt die Leserinnen und Leser auf fesselnde Art und Weise hinein in die Abgründe der menschlichen Seele. Meisterhaft gewährt sie Einblicke in die dunkelsten Ecke der Psyche des Täters sowie die bröckelnde Fassade des Opfers.

Ich bin wirklich kein Hasenfuß beim Lesen von Krimis. Bei diesem habe ich aber darauf geachtet, dass die Haustüre immer gut verschlossen war.

Jilliane Hoffmann
Cupido, 480 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb. (2. Mai 2005)
ISBN-10: 3499239663
€ 9. 95

Ich konnte letzte Woche nicht widerstehen, als mir das Buch in unserer Gemeindebücherei in die Hände fiel.
Ich musste es lesen! (Sorry, liebes Christkind!)

Kluftinger ist mit seiner Erika sowie seinem Intimfeind Dr. Langhammer nebst Gattin auf den Weg zu einem kostenlosen Kurzurlaub in ein Luxus-Berghotel.

Es soll ein Krimiwochenende werden, bei dem alle Beteiligten gemeinsam einen fiktiven Krimi lösen. Kluftinger kommt dabei natürlich die Rolle des Hercule Poirot zu.
Doch aus dem Spiel wird bald blutiger Ernst, als einer der Gäste tot aufgefunden wird.
Angesichts der miesen Wetterlage, die alle Beteiligten eingeschneit im Hotel verharren lässt, ist nun Kluftinger gefordert.
Es entwickelt sich ein Krimi der alten Schule, ganz im Stile Agatha Christies.

Selbstverständlich sorgt Kluftinger durch seine Eigenarten und Tapsigkeit immer wieder für herzliche Lacher. Auch Dr. Langhammer fordert Kluftingers Langmut und Geduld wiederholt heraus, aber wie immer kontert Kluftinger gewitzt jegliche Arroganzattacke.

Ein äußerst spannender Krimi ganz im alten Stil, der aus Kluftinger einen echten Hercule Poirot macht.
Das jüngste Meisterstück des allgäuer Autorenduos Klüpfl/Kobr.

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Volker Klüpfl/Michael Kobr
Rauhnacht
Kluftingers neuer Fall
Piper Verlag
368 S.
ISBN 978-3492052047
€ 17,95
(gebundene Ausgabe)

Mit den „Psalmenübertragungen nicht nur für Kinder“, wie es der Untertitel sagt, hat das Team der Herausgeberinnen und Herausgeber ein Buch für die Praxis geschaffen.

109 Psalmen wurden in eine zeitgemäße Sprache übertragen, ohne jedoch den vertrauten Klang der Lutherübersetzung aufzugeben. Alle Psalmen haben Kehrverse, die es ermöglichen, den Psalm auch mit Kindern zu sprechen, da diese dann den einfach zu merkenden Kehrvers sprechen können. Desweiteren gibt es auch noch Psalmen aus unserer Zeit, sowie eine Anleitung zum Formulieren eigener Gebete.

Die Psalmen sind nach Nummern geordnet, jedoch steht bei jedem Psalm noch ein Vorschlag zur thematischen oder kirchenjahreszeitlichen Verwendung. Auch ein gutes Stichwortverzeichnis im Anhang macht den Gebrauch einfach.

Ich verwende diese Psalmenübertragungen oft in Familiengottesdiensten, doch sind sie, wie es der Titel sagt, nicht nur für Kinder.

Dir kann ich alles sagen, Gott
Verlag am Birnbach, 2007
ISBN 978-3-86508-510-8
191 S.
€ 13.80

Ein angesehener Arzt und Familienvater soll seine Frau und Kinder kaltblütig ermordet haben.

Im Prozess ist eine junge Staatsanwältin mit beteiligt. In den heiligen Hallen des Justizgebäudes muss sich manches mal ihre Position behaupten. Doch sie geht der Sache auf den Grund und scheut dabei nicht, anzuecken. Schießlich findet sie nicht nur entscheidende Dinge für den Strafprozess heraus, sondern muss sich auf einmal auch neu ihrer eigenen Vergangenheit stellen.
Daneben habe ich selten eine so gute und unterhaltsame Einführung in das amerikanische Justizwesen bekommen.
Ein interessanter und fesselnder Thriller, der Lust auf mehr Bücher der Autorin macht.

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Jilliane Hoffman, Vater unser
570 S., broschiert
rororo
ISBN 978-3-499-24456-8
€ 9.95

Ich komme aus keiner sonderlich kirchlich sozialisierten Familie. Volkskirchlich geprägt eben.
Aber zu meinem 5. Geburtstag bekam ich eine Kinderbibel geschenkt.
Ich habe sie, nachdem ich aus ihr „herausgewachsen“ bin, lange Jahre nicht angeschaut. Sie stand in meinem „Kinderzimmer“ irgendwo im Regal.
Erst vor kurzem habe ich sie zu mir geholt. Der Einband ist zerfleddert und sie ist ein wenig abgeliebt.

Ja, ich habe es als Kind geliebt daraus vorgelesen zu bekommen. Die Bilder in ihrem ganz eigentümlichen Stil anzuschauen. Eher dunkle Farben, viel Braun und Grün. Aber nicht trist irgendwie.
Ich erinnere mich an den alten Sessel mit seinem grünen Bezug- heute wäre er wohl eine Beleidigung für jeden Sehnerv. Aber in diesem alten Sessel zu sitzen, auf dem Schoß von Mama und Papa oder wer halt sonst da war und diese Geschichte zu hören- daran erinnere ich mich gerne zurück. Es war eine eigentümliche Mischung aus der Geborgenheit des „Auf-dem-Schoß-sitzen-und-vorgelesen-kriegen“ und der Spannung, die durch die Geschichten aufgebaut wurden.

Und ich glaube, alle Kinder hören gerne spannende Geschichten aus der Bibel. Man kann sich da so schön reinversetzen. Mit den Heldinnen und Helden mitleiden, mit Josef im Brunnen und den Männern im Feuerofen. Man kann – noch mit ganz kindlichem Verstand- über die Wundertaten Jesu staunen.
Und und und.

Jetzt, wo ich selbst immer mal wieder Geschichten aus der Kinderbibel im Religionsunterricht vorlese, bin ich wieder auf meine alte Kinderbibel gestoßen. Wie gesagt- sie ist mir zu schade, um sie in die Schule mitzunehmen.
Aber es gibt eine Neuauflage, die ich mir kürzlich für die Schule gekauft habe. Die Geschichten sind recht ausführlich, manchmal etwas frei, erzählt, aber auf jeden Fall spannend. Für die Schule oder den Kindergarten, wo die Geschichte gerne mal etwas ausgeschmückt sein darf-ist das ideal.
Die Bilder sind wahrscheinlich nicht jedermans Geschmack, weil sie eben nicht so knallbunt sind wie andere Kinderbibeln. Aber sehr detailgetreu und ausdrucksstark. Ich habe dennoch den Eindruck, dass die Bilder der Neuauflage etwas aufgehellt wurden.
Es macht Spaß, daraus vorzulesen, weil man gut in die verschiedenen Rollen schlüpfen kann. Es ist genung Text da, um mit ihm zu „spielen“ und ihn lebendig zu machen.

In der Schule heute habe ich das erste Mal aus dieser Kinderbibel vorgelesen. Die Geschichte vom Barmherzigen Samariter. Meine unruhigen Erstklässler waren so aufmerksam wie noch nie. Sie haben mitgefiebert und waren von Anfang bis Ende gespannt, wie die Geschichte vom armen Mann, der unter die Räuber fällt wohl ausgeht.

Und für mich war das ein Stück weit Kindheitserinnerung.

Kinderbibel

Anne de Vries
Die Kinderbibel
gebunden – 256 Seiten
zahlr. meist farb. Abb
1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-7615-4991-9
Preis: 14,90 €

„Holtes liebt Josse, und Josse liebt Johann Sebastian Bach. Um ihr Herz zu gewinnen, entführt er sie zu einer Reise auf die Spuren des großen Komponisten.“

Soweit ein Auszug aus dem Klappentext.

Der Musikroman beschreibt die Liebe eines Zehntklässlers zu einem drei Jahre älteren Mädchen.
Es ist einer der typischen Sommerlieben-Romane.
Allerdings spielt die Musik, vorzugsweise das Orgelwerk von Bach und teilweise auch Buxtehude, eine bedeutende Rolle in dem Roman. Wer sich also mit der Orgelliteratur Bachs auskennt, sowie eine Ahnung von Musiktheorie hat, wird diesem Buch mehr abgewinnen können als ohne dieses Wissen.
Das empfinde ich persönlich als schade, denn nicht alle Menschen können auf Anhieb mit dem Begriff „Kaffeewasserkantate“ etwas anfangen oder sich gar die Melodie des Stückes vorstellen.
Überhaupt wird ein hohes Maß an Allgemeinbildung verlangt, um das Buch mit Lust lesen zu können.
Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, sei dem geneigten Leser, der geneigten Leserin jedoch selbst überlassen.

Trotz des nordischen Namens ist der Autor (Nord-)Deutscher und hat auch einiges an Verdener Lokalkolorit in den Roman mit einfließen lassen. Auch kommen immer wieder Plattdeutsche Phrasen vor.

Der Autor hat eine blumige Sprache, mit der er – oft in sehr langen Sätzen- die Schwärmerei und Liebe eines Teenagers in der Ära Kohl beschreibt.
Ich finde aber, dass die Sprache des Romans (der aus der Ich-Perspektive des Jungen geschrieben ist) nicht zu einem Teenager des späten 20. Jahrhunderts passt. Dazu ist sie zu schwärmerisch und erinnert mich eher an Zeitgenossen des frühen 20. Jahrunderts.
(Auch ich bin ein Kind dieser Zeit und habe bei aller Liebe zur Musik und der einen oder anderen Schwärmerei nie und nimmer so geredet und gedacht. Aber ich bin ja auch kein Junge respektive Mann.)

Ein Sommerroman über Liebe und Musik. Für Musikliebhaber.


Snorre Björkson
Präludium für Josse
260 Seiten
Aufbau- Verlagsgruppe 2008
ISBN 978-3-7466-2394-8
8, 95 €

England, in dern 1850ern:
Zwei junge Frauen, eine Gouvernante und eine Farmerstochter, brechen mit dem gleichen Schiff aus ihrem bisherigen Leben auf, um in Neuseeland, in Canterbury auf der Südinsel, ein neues Leben zu beginnen.

Beide heiraten Männer, die sie kaum kennen und müssen sich in einem für sie fremden Land zurechtfinden.
Es entspinnt sich eine spannende Familiensaga.

Zugegebenermaßen fand ich die Handlung manchmal etwas sehr vorhersehbar.
Auf der anderen Seite werden vor allem diejenigen, die selbst schon einmal in Canterbury, NZ, waren von der detailgetreuen Beschreibung der Landschaft und den historischen Verhältnissen der Autorin begeistert sein.
Die Leserinnen und Leser werden in lebendigen Szenen in das Leben der ersten europäischen Siedler hineingenommen. Es war auch teilweise amüsant zu lesen, wie die Protagonisten über die Zukunftspläne für das Land und speziell die Stadt Christchurch sprachen, z.B: über die zu gründende Universität oder die zu bauende Kathedrale.
Hier ist deutlich spürbar, dass die (deutsche) Autorin selbst lange Jahre als Reiseführerin in Neuseeland unterwegs war und die historischen Zusammenhänge gut recherchiert hat.

Alles in allem ein netter Urlaubsschmöker, der sich gut lesen lässt, wenn man Lust auf keine allzu schwere Kost hat.



Sarah Lark, Im Land der weißen Wolke,
813 Seiten,
Bastei Lübbe, 8. Auflage 2008
ISBN: 978-3-404-15713-6
€ 8,95

Friederike Weltzien wuchs als Kind deutscher Eltern einige Jahre in Beirut auf, ehe sie nach Deutschland zurückkehrte.

Jahre später kehrt sie mit ihrem Mann in den Libanon zurück, wo beide sich die Pfarrstelle an der deutschen Evangelischen Gemeinde teilen.

Die Autorin beschreibt nicht nur die Schönheiten des Landes, die Freundlichkeit der Menschen und den Duft des Thymians.
Sie beschreibt auch ihren Alltag als deutsche Pfarrerin in diesem ganz besonderen Kontext.
Geprägt ist ihr Alltag von Krieg und Zerstörung. Sie erlebt Krieg hautnah und muss mit ihrem 4jährigen Sohn im Jahr 2006 über Damaskus fliehen.
Und sie beschreibt ihre Hilflosigkeit angesichts eines Mädchens, das vor seiner Familie flieht, weil ihm eine Zwangsheirat droht und das schließlich doch einem „Ehrenmord“ zum Opfer fällt.

Ich hatte das Glück, der Autorin vor einigen Jahren im Libanon selbst zu begegnen und erlebte sie als starke und faszinierende Frau.

Ihr Buch spiegelt auf jeder Seite die Liebe zu Land und Leuten wieder. Ebenso die Wut und die Tränen angesichts des ständig präsenten Krieges.
Friederike Weltziens Buch ist im wörtlichen Sinn eine leiden- schaftliche Liebeserklärung an den Libanon und eine beständige Hoffnung auf Frieden, die die Leserinnen und Leser in die vielschichtige Welt des Libanon entführt.
Faszinierend und erschütternd zugleich.

Ich habe es in einem Zug gelesen.

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Friederike Weltzien
Warum musstest du sterben, Fidaa?
Zwischen Gottes Dienst und Ehrenmord
Herder-Verlag, Freiburg im Breisgau 2008
ISBN 978-3-451-29598-0
€ 19, 95

Besonders im Konfirmandenunterricht, aber auch schon in der Grundschule merke ich deutlich, dass Jungs anders lernen als Mädchen.
Nun stehe ich aber vor dem Problem, dass ich als Frau mich nicht oder nur schwer in die Lebenswelt von Jungs einfühlen und eindenken kann.
Wie ein 13jähriges Mädchen denkt und fühlt, das weiß ich, schließlich habe auch ich als Teenie anderen das Leben schwer gemacht.

Ich scheine aber nicht die einzige mit diesem Problem zu sein.
Im März kam ein Buch heraus, das es sich zur Aufgabe machte, Mitarbeiterinnen und vor allem Mitarbeiter in der Jugendarbeit zu unterstützen. Dabei sind vor allem Jungen im Alter von 13-17 Jahren im Blick.

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Das Buch versteht sich als Praxisbuch.
Hintergrundinformationen zur Lernpsychologie und Lebens- und Erfahrungswelt von Jungs wechseln sich mit Vorschlägen für die Praxis ab.

Hilfreich waren für mich die Hintergrundinfos, die mir die Lebens- und Erfahrungswelt von Jungen näher brachten und mir Hinweise gaben, wo ich in der Jugend-/Konfirmandenarbeit mit Jungs ansetzen muss.

Viele der Praxistipps bezogen sich auf „große“ Aktionen wie Freizeiten und Ferienlager.
So wird z.B. von einem Geländespiel in ganz Europa (!!!) berichtet.

Diese Vorschläge mit genauem Ablaufplan und Infos zur Planung und Durchführung, sowie einigen Andachtsvorschlägen, mögen für Leute hilfreich sind, die in der Freizeitarbeit engagiert sind und auf eine entsprechende Anzahl von Mitarbeitenden zurückgreifen können.

Für mich sind diese Aktionen- so reizvoll sie sein mögen- allerdings in der Praxis schwer umzusetzen.
In der Regel habe ich bestenfalls 2-3 Mitarbeitende auf einer Konfifreizeit, in den Konfistunden bin ich i.d. R. alleine und habe auch noch Mädchen dabei.
Bestenfalls Anregungen kann ich davon bekommen.

Was in meinen Augen leider fehlt, sind Tipps wie Frauen, die mit Jungs arbeiten (müssen), besser und ansprechender „mit Jungs unterwegs“ sein können. Hier wäre ein Artikel aus Frauenperspektive hilfreich gewesen. Ebenso Anregungen, wie in gemischtgeschlechtlichen Gruppensettings konkret Jungs in den Blick kommen und angesprochen werden können.

Alles in allem ein gutes und durchaus praxistaugliches Buch, mit vielen Anregungen, vor allem wenn „big Events“ geplant sind.

Oberländer, R.; Röcker, M.;Ruckaberle, T. (Hrsg):
Mit Jungs unterwegs
Auf dem Weg zu einer starken Persönlichkeit.
buch + musik Stuttgart
ISBN 978-3-86687-024-6
€ 14, 95

Allan Bennett- Die souveräne Leserin
Verlag Klaus Wagenbach, Berlin

English translation

„Man legt sein leben nicht in seine Bücher. Man findet es in ihnen.“
A. Bennett, Die souveräne Leserin, S. 97.

Eigentlich fing mit den Hunden alles an.
Als diese eines Abends nach dem üblichen Spaziergang im königlichen Garten anstelle der Vortreppe einen Bücherbus entdeckten, der am Hintereingang parkte.
Also lief die Queen ihren Lieblingen nach und damit war es um sie geschehen.
Sie, die Monachin, die so sehr mit Regierungsgeschäften beschäftigt war, wird in fortgeschrittenem Alter noch zur Leseratte, verliert selbst das Interesse an ihren geliebten Pferderennen und entdeckt neue Seiten an sich und ihren Mitmenschen.
Selbst auf dem Weg zur Parlamentseröffnung liest Ihre Majestät in der königlichen Kutsche und auch bei Hofe ist nichts mehr so wie es mal war. Und es kommt noch schlimmer…

Alan Bennett gelang mit seinem 115 Seiten dünnen Bändchen eine herrliche, gut zu lesende Komödie, bei der Fiktion und Realität manchmal zu verschwinden scheinen.
Gegen Ende scheinen ihm jedoch die Ideen etwas auszugehen und es treten einige Längen auf, ehe das Buch furios und überraschend endet.

Leider habe ich das Buch nur auf Deutsch gelesen- die Übersetzung scheint etwas eilig vorgenommen worden zu sein, an mindestens zwei Stellen hatte ich den Eindruck, dass der Übersetzer (Ingo Herzke) einige Schlüsselverben vergessen hatte, was auch den Lektoren wohl nicht weiter auffiel.

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