Happy Chanukkah to all my Jewish readers!
Some of the liveliest memories I have from my year in Jerusalem is celebrating Chanukkah and singing the wonderful songs!
Playing Dreidels and having a great time!
12.12.09
Happy Chanukkah to all my Jewish readers!
Some of the liveliest memories I have from my year in Jerusalem is celebrating Chanukkah and singing the wonderful songs!
Playing Dreidels and having a great time!
29.11.09
Angesichts der Volksabstimmung in der Schweiz, die sich für ein Verbot von Minaretten an Moscheen ausgesprochen hat, bin ich einfach nur sprachlos.
Wie können es ausgerechnet die Menschen in der Schweiz, in der Freiheit und Demokratie historisch eine so wichtige Rolle spielt, zulassen, dass den Hetzparolen von Ewiggestrigen Gehör geschenkt wird?
Wo sind die Menschen, die für eine Vielfalt der Religionen und Kulturen einstehen?
Angesichts der schrecklichen Ereignisse vor 71 Jahren, als in Deutschland schon einmal Häuser des Gebetes und des Gottesdienstes brannten, frage ich mich, wohin diese Entscheidung letztendlich führen wird.
Werden Fremdenangst (und das ist für mich diese Entscheidung) und die damit verbundenen Resentiments und Vorurteile allem Fremden gegenüber gesellschaftsfähig? Anstatt dass in Dialog und Begegnung Mauern in den Köpfen abgebaut und Kennenlernen ermöglicht wird. Und damit letztlich ein Beitrag zum Frieden.
Ich bin überzeugt, dass Gläubige jeglicher Religion das Recht auf einen angemessen Raum und Ort des Gebetes haben. Religionsfreiheit ist ein wesentlicher Bestandteil einer Demokratie, die ja auch bei den Eidgenossen hoch gehalten wird.
Ich habe mich in letzter Zeit immer mal wieder mit der Situation von Muslimen in Deutschland beschäftigt- ich vermute, in der Schweiz wird es nicht anders sein. Diese Menschen, die oft schon seit mehreren Jahrzehnten bei uns leben, wünschen sich nichts anderes, als dass ihre Religion nicht mit Terror und Fanatismus gleichgesetzt wird. Sie wünschen sich einen angemessenen Ort zum beten, der nicht irgendwo in einer Fabrikhalle im Industriegebiet liegt.
Ein solcher Ort ist eine Moschee. Auch wenn ein Minarett nicht zwingend zu einer Moschee gehört, ist es doch es doch ein weithin sichtbares Signal für den Ort des Gebetse und der gelebten Religiosität.
Selbstverständlich frage ich mich jetzt, ob und wann es auch für christliche Kirchen schwerer wird, ihre Gebetsorte sichtbar in Stadtbilder einzufügen? (Damit wir uns richtig verstehen- ich rede von Deutschland und Europa)
Ich finde, Gläubige aller Religionen müssen zusammenstehen und einander im Wunsch nach einem Ort für gelebte Religiosität unterstützen. Schließlich wollen alle „nur das eine“. Beten, ihren Glauben leben, sich für den Frieden einsetzen.
Aber vielleicht ist Beten ja gefährlich.
02.06.09
Manchmal bringt die Tagesschau auch erfreuliche Nachrichten.
Diese zum Beispiel.
Erstmals nach 70 Jahren wurden in Deutschland wieder zwei orthodoxe Rabbiner in München ordiniert.
Vor einigen Jahren wurden schon liberale Rabbiner ordiniert.
Gottes Segen Euch beiden!
29.05.09
Allen jüdischen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenfest!
Ich habe mir allerdings erlaubt, die Nacht nicht mit Thoralernen, sondern mit Schlafen zu verbringen.
Wobei ich generell die Tradition des „eine-Nacht-Thoradurchlernen“ sehr schön und reizvoll finde.
Ich wäre jetzt ja zu gerne, wie geplant, in Jerusalem, aber leider hat es nicht geklappt.
08.04.09
There will be three stars on the sky in a couple of minutes which means Erev Pessach is about to start.
To all my jewish readers a very happy and blessed Passover!
To all my christian readers blessed holy days which will lay ahead of us.
28.03.09
Die klassische Gretchenfrage „Wie hältst Du´s mit der Religion?“ hat angesichts des religiösen Pluralismus in unserer Gesellschaft weitgehend ausgedient. Ob das gut ist, darüber mag man sich zurecht streiten. Ich will hier nicht näher drauf eingehen.
Abgelöst wurde die klassische Gretchenfrage durch die neue Frage: „Was ist denn deine Religion?“.
Religiöse Sprachkompetenz sowie Wissen um die eigenen Wurzeln und Rituale sind in einer multireligiösen Welt unabdingbar. Denn nur wer das Eigene kennt und versteht, kann dem „fremden“ angemessen begegnen und respektvoll damit umgehen.
Dieser EKD-Berichtüber eine Studie der Humboldt-Universität bestätigt den Beitrag des Religionsunterrichts zur förderung interreligiöser Kompetenz.
Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich alleine deshalb Religionsunterricht an Schulen für unabdingbar notwendig halte und mir wünsche, es gäbe ihn auch für Angehörige anderer Religionen. Wohl wissend, dass es in der praktischen Umsetzung einige Schwierigkeiten gibt. Aber wünschen darf man ja.
22.12.08
Chag Chanukkah sameach!!!
Unseren jüdischen Geschwistern ein frohes Chanukkahfest!
„Ein großes Wunder geschah dort“
24.11.08
Hier mal wieder ein zufälliger Internetfund, der mich sehr anspricht.
Die Berlinerin Regina Jonas war weltweit die erste Frau, die im Jahr 1935 zur Rabbinerin ordiniert wurde.
1944 wurde sie von den Nazis ermordet.
Eine faszinierende Frau, ich habe mal eine Biographie über sie gelesen.
Sie darf nicht vergessen werden.
09.11.08
Ich habe den Eindruck, über diesem Tag liegt immer eine ganz besondere Spannung.
Ich erinnere mich noch gut an jene Ereignisse vor 19 Jahren. Auch wenn ich am 9. November selbst auf Orchesterfreizeit mit dem Schulorchester war und die eigentliche Maueröffnung daher nicht mitbekommen habe (ja, auch daran erinnere ich mich noch), erinnere ich mich noch gut, wie meine Eltern und andere Menschen in meinem Umfeld an den Tagen rund um den 9. November gespannt vor dem Fernseher sitzend die Ereignisse verfolgten.
Aufgrund ihrer Spannung und den zahlreichen Medienberichten schon im Vorfeld des 9. 11. 1989 war mir damals, im Alter von 13 Jahren bewusst, dass da etwas ganz einmaliges passiert, dass Geschichte geschrieben wird.
Sondersendungen im Fernsehen, im Unterricht wurde darüber gesprochen- man konnte den Ereignissen nicht entkommen.
Erst später habe ich begriffen, dass das, was vor 19 Jahren geschehen ist, nicht ohne das couragierte Auftreten vieler Menschen geschehen ist. Nicht ohne die montäglichen Friedensgebete an der Nicolaikirche in Leipzig und anderswo. Nicht ohne die Menschenmassen, die friedlich aber unnachgiebig auf die Straße gingen und „Wir sind das Volk!“ riefen.
Nicht ohne Menschen, die dem Unrechtsregime der DDR mutig entgegen traten.
Mit Erfolg.
Und dann ist da noch jener andere 9. November vor 70 Jahren, dem wir eben in einer Feierstunde gedachten.
Die brennenden Synagogen und Thorarollen, die Verschleppung und Verhaftung von unschuldigen Menschen. Die Enteignung von Besitz, um die von langer Hand geplanten Gräuel des Krieges zu finanzieren.
Und die Menschen, auch Christen, die größtenteils weggeschaut haben. Die nicht aufgestanden sind und sich zur Verbundenheit mit den jüdischen Mitmenschen in Deutschland bekannt haben.
Die nicht auf die Erwählung Israels hingewiesen haben, sondern jahrhunderte alte antijüdische Vorurteile und Hetztiraden gegen Juden unhinterfragt übernommen haben.
Was wäre geschehen, wenn die Menschen vor 70 Jahren schon so eine Zivilcourage gehabt hätten, wie die Menschen damals vor 19 Jahren? Was wäre gewesen wenn…
Was wäre gewesen wenn ich damals vor 70 Jahren dabeigewsen wäre.
Es wäre vermessen zu sagen, wie ich reagiert hätte. Wäre ich mutig genug gewesen?
Ich weiß es nicht.
Aber ich möchte lernen aus dem 9. November.
Mich dafür einsetzen, dass es mehr Zivilcourage gibt, so wie 1989.
Damit keine Menschen mehr wie 1938 aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung oder anderen Gründen verfolgt und unterdrückt werden.
Damit keine Kirchen, Synagogen, Moscheen oder andere Häuser des Gebets und des Gottesdienstes mehr brennen.
Damit Menschen friedlich und in Vielfalt miteinander leben.
Der 9. November- ein Gedenktag für die Zukunft.
25.10.08
Hier habe ich einen Link auf ein Internetspiel zu den drei Abrahamitischen Religionen gefunden.
Etwas großspurig wird angekündigt, es sei sein Spiel zu den Weltreligionen, de facto werden aber nur Judentum, Christentum und Islam behandelt.
Als Spielerin oder Spieler ist man in einer Stadt unterwegs, kann verschiedene Gotteshäuser besuchen oder auch Familien, die jeweils einer der vorgestellten Religionen angehören.
Beim Anklicken verschiedener Gegenstände oder Personen öffnen sich (bei mir nach leider recht langer Ladezeit) verschiedene Fenster, die weitere Infos über die vorgestellte Religon liefern.
Eine Bibliothek ermöglicht vertiefte Recherche und ein Quiz gibt die Chance, das erworbene Wissen zu überprüfen.
Leider sind die gebotenen Informationen relativ knapp gehalten. Die Seite ist zwar etwas schlicht, jedoch gut und übersichtlich gestaltet. Ich kann mir vorstellen, dass auch Kinder sich damit recht gut zurechtfinden könnten.
Ein großes Plus ist der kostenlose Zugang, der einen relativ einfachen und spontanen Einsatz im Religionsunterricht (am ehesten ab Kl. 4 aufwärts) ermöglicht.
Ich werde es bei Gelegenheit jedenfalls einmal ausprobieren und bin gespannt, wie meine Schülerinnen und Schüler darauf reagieren.