Das Sandmännchen wird 50!

Selbst ich, die ich aus einem Elternhaus stamme, in dem ich als Kind wenig fernsehen durfte, habe doch regelmäßig das Sandmännchen (West)schauen dürfen. Die Melodie gehört untrennbar zu meinen Kindheitserinnerungen.
„Nun, liebe Kinder, gebt fein Acht, ich hab euch etwas mitgebracht.“

Das Westsandmännchen ist ja seit einiger Zeit in Pension, während der Ostkollege immer noch jeden Abend treu seinen Dienst tut.

Gute Nacht!

Im Mendelssohnjahr dieses:

Happy Reformation-day!!

Someone recommended this little movie to me yesterday.

I think it´s great.
It´s all about validation- not only regarding parking tickets.

Just watch it

and smile :-)

In einem Adventskalender war heute folgendes Gedicht zu lesen.
Es hat mir so gut gefallen, dass ich es hier auch gleich einstelle.

An mein Kind

Dir will ich meines Liebsten Augen geben

Und seiner Seele flammenreiches Glühn.

Ein Träumer wirst du sein und dennoch kühn

Verschloßne Tore aus den Angeln heben.

Wirst ausziehn, das gelobte Glück zu schmieden.

Dein Weg sei frei. Denn aller Weisheit Schluß

Bleibt doch zuletzt, daß jedermann hienieden

All seine Fehler selbst begehen muß.

Ich kann vor keinem Abgrund dich bewahren,

Hoch in die Wolken hängte Gott den Kranz.

Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:

Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!

Du bist, vergiß es nicht, von jenem Baume,

Der ewig zweigte und nie Wurzeln schlug.

Der Freiheit Fackel leuchtet uns im Traume -

Bewahr den Tropfen Öl im alten Krug!

 

Masha Kaleko

 

Quelle

Dieses Jahr scheint der schwäbische Dichterpfarrer Albrecht Goes eine Art Comeback zu feiern.
Das liegt sicher an den vielen Veranstaltungen anlässlich seines 100. Geburtstages.

Obwohl mir der Name Albrecht Goes schon lange vertraut und bekannt ist, habe ich mich auch mit seinem Werk beschäftigt.
Goes war einer der ersten deutschen Schriftsteller, die die Schrecken des Krieges schon sehr früh literarisch aufgearbeitet haben.

Ganz besonders anrührend ist seine Novelle „Unruhige Nacht“ aus dem Jahr 1950.

Ein Militärpfarrer bekommt den Auftrag, einen zum Tod verurteilten jungen Soldaten auf seinem Weg zur Hinrichtung zu begleiten.

In dieser Novelle verarbeitet Goes seine eigenen Erfahrungen als Militärpfarrer. Und ganz deutlich wird sein Mahnen gegen den Wahnsinn des Krieges.

Nicht weniger anrührend ist die wirklich gelungene Verfilmung der Novelle. Normalerweise bin ich Literaturverfilmungen gegenüber oft kritisch, aber ich finde, die Bilder, die herausragenden Schauspieler (u.a. Hansjörg Felmy) lassen das Ganze nochmals lebendiger werden.

unruhige-nacht

Sowohl Buch als auch Film sind ganz gewiss keine leichte, aber durchaus lohnenswerte Kost.

I admit it- I love The Simpsons.

Usually I am not a big cartoon-fan. Particularly not on TV. But The Simpsons are simply different.
Completely.

I started watching it four years ago in New Zealand. Tony, my flatmate and I watched The Simpsons sitting togehter on the Sofa taking turns in hugging Bailey, the cat. It became a sort of an almost daily ritual.

Luckily enough we have The Simpsons in Germany too. Unfortunately not in English but with German syncronisation. This takes a lot off it. But at least we have them.

What I really love about The Simpson is the fact they pull almost everyone´s and everything´s leg and mirror US-American society. Or at least what I think is US-American society as I have never been there. But I feel quite at home at Springfield.

The episode „The Father, the Son and the Holy Guest Star which was aired today showed it quite clearly. It dealt with religion and was a kind of modern adaptation of Lessing´s Ringparabel as Bart was asking people to pay attention on what all religions and denominations have in common instead of feuding each other.

So war es lange bei mir. Der Sonntag abend war eine nahezu heilige Zeit. Wenn Tatort kam, bin ich nicht ans Telefon gegangen und war für niemanden ansprechbar.

In letzter Zeit gab es aber immer mehr Tatorte, die mir nicht wirklich gefallen haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass viele „bekannte“ Figuren aufgehört haben und einige neue, bisher ziemlich farblose dazu gekommen sind.

Der Ludwigshafener Tatort war und ist eine Ausnahme für mich.
Ulrike Folkerts spielt die Lena Odenthal überzeugend und facettenreich.

Der heutige Tatort zum Thema Sterbehilfe war nochmals ein ganz besonderer.
Leider habe ich trotzdem die ersten 20 Minuten verschlafen…

Nicht nur, dass er das hochbristante Thema anspricht. Die Figur der Lena Odenthal sticht aus dem üblichen Komisarinnenreigen äußerst positiv heraus.
Nach außen hin hart wirkend, hat die Figur schon öfters eine besondere Sensibilität für schwierige Situationen gezeigt. Heute Abend hat sich das wieder bestätigt.

Da ist die zutiefst anrührende Szene, in der Lena Odenthal mit all ihrer Unsicherheit dem Thema gegenüber mit einem sterbenskranken Mädchen über den Tod spricht und ihr ein Stück weit die Angst vor dem Sterben nimmt.
Das ist wirklich ein Paradestück, das in jedem Seelsorgeseminar gezeigt werden könnte.
Am Ende des Tatorts zeigt sie selbst Gefühle, weint und geht mit Kopper weg.

Ulrike Folkerts hat mal wieder eine Glanzleistung gezeigt.

While preparing my two services for tomorrow (in fact today!) I was browsing the internet every now and then (of course NOT to pinch a sermon but for some breaks).

On Youtube I found this video

The guy plays a medley from Purcell´s well known trumpet tune and the hymn „lift high the cross“.

I got to know the latter here and really loved it. It was sung as the processional hymn.

I really like the way the guy puts the two pieces of music together. I in fact love organ medleys as they are a very creative (and also skilled) way of combining various styles of music.
Organ improvisation is for good reason an art.

I wish I could play the organ only half as well as the guy does.
I´d better go practising more often ;-)

Ich bin keine besonders gute Tänzerin. Das liegt weniger daran dass es mir nicht Spaß machen würde, nein sehr sogar, aber es gibt einfach viel zu wenige Gelegenheiten zum Tanzen. Ich rede vom Standardtanzen.

Wie viele habe ich mit 15 oder 16 einen Tanzkurs gemacht, sogar F-Kurs mit Bronzeabzeichen und erinnere mich heute noch mit Abscheu an die schwitzigen Hände meines „Herren“ damals. Brrr….

Egal, bisher haben meine Kenntnisse immer gereicht, um Spaß zu haben und überhaupt liegts beim Tanzen ja daran, ob der Herr gut führt, gell? ;) Und mit etwas Rhythmusgefühl hat mich der liebe Gott zum Glück auch ausgestattet.

Freund Tony macht aber hier in NZ zur Zeit einen Tanzkurs in „ballroom dancing“ und so war es irgendwie schnell klar, dass wir mal Tanzen gehen würden.

Gestern wars soweit.

Selbstverständlich habe ich keinerlei tanztaugliches Outfit und schon gar keine tanztauglichen Schuhe mitgenommen.

Mit einer schwarzen Hose, T-Shirt und Blazer, dachte ich, sei ich zumindest ok angezogen. Und meine sog. „Talarschuhe“ also die Treter, die ich sonst Sonntag morgens auf der Kanzel trage, weil sie 1. gut aussehen und 2. saubequem sind, mussten dann auch herhalten.

Weit gefehlt. Kaum dass wir in dem „Club“ wo alles stattfand angekommen waren bekam ich einen Schreck. Große Abendgarderobe war angesagt. Die Damen im Cocktailkleid oder in der Abendrobe …Egal, wir durften rein und dann gings los.

Das erste Stück, was gerade lief, war eine Rumba, also ganz gut zum Anfang. Tony und ich mussten uns irgendwie etwas aneinander gewöhnen und stiegen uns zunächst etwas auf den Zehen herum. Aber es hat recht schnell ganz gut geklappt.

Doch dann kam der Schock für mich.

Auf der Bühne des Saals, in dem das ganze stattfand, saß der „Tanzmeister“. Tony sagte, das sei der Tanzlehrer. Er legte auf. Und er hatte ein Gestell, ähnlich einer Staffelei. Dort legte er immer Schilder mit den kommenden Tänzen auf. Beim genauen Hinschaun musste ich feststellen, dass ich fast keinen der angezeigten Tänze kannte.

Bisher bin ich mit langsamen 3-er und 4er (Also langsamem Walzer und Rumba) sowie schnellem 3er und 4er (Wiener Walzer, Chacha und Foxtrott, evtl noch Discofox und Tango, wenn ein Herr richtig gut führt) eigentlich immer ganz gut zurechtgekommen.

Was dort angeschrieben war, entzog sich jedoch meiner Kenntnis. Ich stellte schnell fest, dass viele Schreittänze getanzt wurden. Zu jedem Lied gab es einen besonderen Tanz, den dann alle tanzten.

Also nix mit „Grundschritte aufs Parkett“ und je nach Kenntnis und Fähigkeiten selbst irgendwie mit Figuren ausbauen. Nein, alles war, bis auf die kleinste Handbewegung festgelegt.

Abgesehen davon was das allgemeine Tanzniveau des Abens irgendwo zwischen Gold- und Goldstar.

Tony und ich waren nicht nur mit Abstand das jüngste Paar, sondern auch die schlechtesten.

(Aber wir hatten rieeeesig Spaß und zum lästern gabs auch einiges….)

Mein Glück war, dass Tony die meisten Tänze auch nicht kannte. Nach einer Weile Rätselraten um die verschiedenen Tänze und Schritte haben wir dann beschlossen, dass wir einfach in „unserem Eck“ die verschiedenen Standardschritte tanzen würden. Sogar die eine oder andere Figur haben wir aufs Parkett gelegt. Und den einen oder anderen „Schreittanz“ wie den Gypsy Tap oder wie sie alle heißen, haben wir dann auch noch hinbekommen.

Wow, irgendwie dachte ich immer, dass Tanzen international sei- aber dass es solche kulturellen Unterschiede gibt, hat mich wirklich überrascht.

Am Schluss gabs noch einen Wiener Walzer und obwohl Tony den noch nicht kannte, haben wir uns ganz gut angestellt. Leider waren meine Schuhe nicht glatt genug zum Tanzen.

Egal: Wir hatten unseren Spaß und zumindest MICH kennt da ja auch keiner. Das macht es leichter, sich auch mal völlig zu blamieren. :)