Vor kurzem kam im Kirchengemeinderat der Wunsch auf, das gemeinsame Singen im Gottesdienst zu stärken.
Wer mich kennt, weiß, dass damit bei mir offene Türen eingerannt werden.

Allerdings sagen viele meiner Gemeindeglieder, dass die „neuen“ Lieder im Gesangbuch reichlich unbekannt seien. Nun ist das „neue“ Gesangbuch ja schon vor 10 Jahren veröffentlich worden. Damit ist eigentlich genug Zeit gewesen, um die „neuen“ Lieder ausgiebig zu singen und damit einzuüben. Sie immer wieder mal im Gottesdienst einzubringen und damit gemeinsam zu lernen. Und es gibt wirklich schöne „neue“ Lieder (die sooo neu ja auch nicht mehr sind).

In beiden meiner Gemeinden ist das aber nicht der Fall. Oftmals wähle ich Lieder für den Gottesdienst aus, von denen ich zu 100% überzeugt bin, dass sie die Gemeinde kennen müsste. Und oft bin ich dann überrascht, wenn statt einem kräftigen Gemeindegesang hauptsächlich ratloses Schweigen mit Orgelbegleitung herrscht.

Wenn die „neuen“ Lieder schon nicht bekannt sind, dann ja wohl die „alten“. Dachte ich mir.
Und so wurde heute ein alter Hymnus, das „Komm, heiliger Geist“, als eines der Gemeindelieder ausgewählt.
(EG 126- Melodie hier

(Ich selbst verbinde mit diesem Hymnus eine wunderbare Erfahrung des Heiligen Geistes letztes Jahr in Neuseeland guckstu)

Aber auch dieser alte Hymnus war der Gemeinde nicht bekannt.
Von wegen inbrünstiger Bitte um den Heiligen Geist. Diese Melodie scheint schon wieder zu alt gewesen zu sein. Sie entstant immerhin um 1000 nach Christus.

Also, ist das Lied wieder „zu alt“. Aber auf jeden Fall unbekannt.

Aber, liebe Leute, damit macht Ihr mir die Liedauswahl echt schwer. Ich singe gerne „neue“ moderne Lieder, am liebsten aus der ganzen Welt. Ich schätze aber auch zunehmend den Schatz unserer Tradition. Die alten Hymnen, die seit Jahrtausenden in der Kirche gesungen und damit gebetet wurden.

Aber was die Liedauswahl zur „Stärkung des gemeinsamen Singens“ angeht, bin ich ratlos.
Ich wollt moderne Lieder, wollt neue Lieder, wollt viel und kräftig gemeinsam singen.

Die modernen sind zu modern. Die alten zu alt.
Ja- watt denn nu?

Ich werde Euch trotzdem oder gerade deshalb immer wieder die „unbekannten“ Lieder zumuten. Damit Ihr sie kennen lernt. Wie wärs denn, wenn Ihr die unbekannten Lieder dann daheim in der Woche nach dem Gottesdienst singt und somit übt?
Dann sind sie bald nicht mehr so unbekannt. ;-)

It´s always the first Friday in March: The women´s world day of prayer.
Each year an other country is in the focus of this ecumenical movement.

This year it´s Papua New Guinea which is in the centre of attention.
Women of all denominations from PNG worked out the liturgy, select hymns and songs from PNG and also provide some information on the social, cultural and historic background of the country with a special focus on women.
This year´s liturgy reflects on the theme „we are many but one in Christ“

It is wonderful to have in mind that people around the world pray the same liturgy, sing the same hymns and join and connect in faith and prayer for the people and country of Papua New Guinea (or in other years other countries).

I´ve been to many WWDPs so far- it is always great to be reminded to be part of the world-wide church. This year´s theme makes it very clear.

I will join the music team tonight- play the guitar and some drums. And I look forward to sharing a simple but original meal from PNG.
But each year my personal highlight is the closing hymn: „The day thou gavest, Lord, has ended“.
I love that hymn. It reminds me that that our common faith in Jesus Christ brings people together from around the world.And whenever I sing it, I think of a very dear friend in NZ, who loves this song as much as I do. Particularly the fourth stanza. It says that somewhere in the world there is always someone who prays and praises God as the sun moves forward to the west and brings other peoples the light and love of God.

And: Although it´s called „Women´s world day of prayer“ – menfolk is also invited!
So come and join into the world wide ecumenical movement of prayer and shared faith.

And isn´t this year´s picture particularly beautiful?
2009motivpapuaneuguinea

Endlich kann man dieses Lied singen!

 

Morgen, Kinder, wirds was geben
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch wie vor’ges Jahr
es am Heil’gen Abend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit den Herden
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir;
uns’re lieben Elternsorgen
lange, lange schon dafür.
o gewiß wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert.

Text : Philipp von Bartsch ( 1770-1833 )
Musik: Carl Gottlieb Hering (1809)

 

Zieh, Ehrenkönig, bei mir ein

1. Zieh, Ehrenkönig, bei mir ein,
komm, komm, verweile nicht.
Komm, laß mich ganz dein eigen sein,
komm, o mein Gnadenlicht,
komm, o mein Gnadenlicht.
2. Komm, Jesu, meiner Seele Teil,
ach komm, ich liebe dich.
Ja, komm, Herr Jesu, komm, mein Heil,
mach ewig selig mich,
mach ewig selig mich.

Melodie: Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich

Quelle: Evangelisches Gesangbuch, Regionalteil Oldenburg Nr. 537

Da ich Pfarrerin in zwei Gemeinden bin, wurde in einer davon heute schon das Erntedankfest zusammen mit einem Gemeindefest gefeiert.

Wie schon im letzten Jahr (vorher war ich noch nicht auf dieser Stelle) hat wieder ein Team einen wunderschönen und reichhaltigen Erntedankaltar aufgebaut.
Dazu hatten wir einen wunderschönen Spätsommertag und konnten – teilweise sogar im T-Shirt-draußen sitzen. Ich habe sogar das Gefühl, fast ein wenig zu viel Sonne abbekommen zu haben.
Außerdem waren einige Leute da, die sonst eher nicht kommen oder sogar noch nie da waren.
Und das, obwohl Feuerwehr und Stadt ein Konkurrenzprogramm hatten

Im Gottesdienst haben wir ein altes Lied gesungen, dessen Worte und Innigkeit mich angerührt haben.

„Freuet euch der schönen Erde,
denn sie ist wohl wert der Freud.
O was hat für Herrlichkeiten
unser Gott da ausgestreut.“

Und dann die fünfte Strophe, die mich besonders angesprochen hat:

„Wenn am Schemel seiner Füße
und am Thron schon solcher Schein,
o was muss an seinem Herzen
erst für Glanz und Wonne sein.“

Der Text stammt von Philipp Spitta und wurde 1827 geschrieben, 1833 veröffentlicht.
Wer alle Strophen lesen möchte, kann dies im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 510 tun.
Mitten im Zeitalter der Romantik hat der Dichter seine Gefühle und sein Staunen über Gott und seine Anbetung in Worte gefasst.
Gleichzeitig hat er eine Vorstellung, ja sogar Ahnung von Gottes Herrlichkeit, die angesichts der Schönheit unserer Erde tatsächlich kaum zu fassen ist.

Ach ja, ich habe mein Staunen über die Schönheit der Natur heute nach dem Gemeindefest noch auf dem Außenreitplatz fortgesetzt.
Ich bin Silberfee das erste Mal auf dem Außenplatz und auch ohne Ausbinder geritten (aus Sicherheitsgründen- ich wollte nicht, dass sie im Falle eines Falles mit Ausbindern in den Stall rennt), sie war etwas glotzig, aber phasenweise gut bei der Sache. Nur auf der rechten Hand war sie so steif, dass eine vernünftige Stellung beim Galopp nicht möglich war.
Werde morgen im Unterricht dran arbeiten.