Es heißt ja immer, die Pfarrerin macht zu wenig Besuche.
Doch wenn sie mal unterwegs ist, so wie heute, dann sind die potentiellen Besuchten oft nicht zuhause.
Von geplanten 4 Besuchten waren 2 nicht zuhause.
Ich frage mich ja immer, ob die tatsächlich weg sind oder die Glocke nicht hören. Schließlich besuche ich ja meist ältere Leute.

Wie oft soll ich also läuten?
Oft genug, dass die Leute die Chance haben, die Glocke zu hören.
In genügend großem Abstand, ohne dass es aufdringlich wirkt.
Nach wie viel mal klingeln zücke ich den Stift und kritzle auf den Briefumschlag „gerne hätte ich Sie persönlich besucht, aber ich habe Sie leider nicht angetroffen. Wenn Sie dennoch ein Gespräch wünschen, lassen Sie es mich bitte wissen. Viele Grüße Pfarrein Kanzelschwalbe“?

Meine Standartantwort ist: Dreimal ist genug. Dann muss der Stift her.

Zwei Wochen im Jahr trifft es mich- der Bereitschaftsdienst der Notfallseelsorge.
Wie es ist, mit dem Piepser und der damit verbundenen Spannung zu leben, habe ich hier beschrieben.

Aber was tun, wenn das Ding wirklich losgeht?
Wichtig ist, dass man innerlich vorbereitet ist, weiß, was als nächstes dran ist.
Nicht nur im Blick auf die Professionalität, sondern auch auf sich selbst.

Was ziehe ich an, wenn mitten in der Nacht der Piepser geht?
Ich habe daher immer ein paar Jeans, meine Trekkingschuhe, Oberteile für das Zwiebelsystem entsprechend der Jahreszeit, einen Schal und eine warme Jacke (im Winter) bereit liegen. Klar kommt über die ganze Chose dann noch die Einsatzjacke, die mich als offizielle Einsatzkraft ausweist.

Das Outfit mag nicht das am professionellsten aussehende sein, aber es ist praktisch. Einsatzorte sind selten „schöne“ Orte, oft ist man Wind und Wetter ausgesetzt. Da sind feste Schuhe und warme Kleidung (da vergeht schnell mal eine Stunde) unabdingbar, um sich selbst voll und ganz auf den Einsatz konzentrieren zu können.

Ich habe auch selbstverständlich neben Piepser, Handy und Einsatzkoffer immer meinen Geldbeutel dabei. Da ist z. B. der Dienstausweis drin.

Auch eine Flasche Mineralwasser ist von Vorteil. Ideal wären sogar mehrere kleinere Fläschchen im Einsatzkoffer, um diese evtl. auch Betroffenen anzubieten. Aber das wird ganz unterschiedlich gehandhabt.
Auch einen Müsliriegel oder so habe ich für mich griffbereit, und sei es nur, um ihn auf dem Weg zum Einsatzort noch schnell zu essen. Das gilt besonders für Einsätze in der Nacht, wenn der Blutzucker etwas unten ist.
Auch das ist Selbstsorge, die erst eine professionelle Sorge für andere ermöglicht.

Da ich selbst bei Nachteinsätzen um einen Gang ins Badezimmer nicht herumkomme (ohne Kontaktlinsen kann ich nicht Auto fahren), putze ich mir auch noch schnell die Zähne, kämme die Haare und wasche mir das Gesicht. Auch das brauche ich für mich, um gut und professionell arbeiten zu können.
Nicht zu vergessen, noch auf die Toilette zu gehen, ehe man das Haus verlässt. Klingt vielleicht blöd, aber wer weiß, wann es die nächste Möglichkeit gibt.

Als unschätzbaren Vorteil für den Ernstfall hat es sich erwiesen, mir immer wieder in Gedanken zu überlegen, was ich mache wenn…..

Heute früh um 5. 53 Uhr ging der Piepser.

Die zweite Tageshälfte heute mit insgesamt 7,5 Stunden Sitzungen verbracht.
:-(

Als Pfarrerin habe ich ja das große Privileg, Menschen in ganz besonderen, auch oft sehr intimen und privaten Lebenssituationen zu begleiten.
Oft werde ich gefragt, was ich denn am liebsten mache.
Ich gebe zu, ich begleite ganz gerne Trauernde und empfinde es als wohltuend, dass Menschen in dieser Situation so echt sind. Da sind dann ganz gute und authentische Begegnungen möglich. Das hilft dann auch, persönliche und auf die Menschen abgestimmte Gottesdienste zu gestalten. Ja, ich mache gerne Beerdigungen, auch wenn sie naturgemäß meist ungelegen kommen.

Oft überrascht das meine Mitmenschen. Viele meinen, wenn sie am offenen Grab stünden,würden sie wahrscheinlich Schlagseite bekommen und auch gleich mitheulen.
Bisher ist mir das noch nicht passiert, aber die richtig „schwierigen“ Beerdigungen hatte ich auch noch nicht.

Was mich aber immer wieder zutiefst rührt sind Goldene oder gar Diamantene Hochzeiten und die Lebensgeschichten dieser Menschen.

Lina und Herbert zum Beispiel.
Heute haben wir ihre Diamantene Hochzeit mit einem Gottesdienst gefeiert. Die beiden sind ein nicht wegzudenkender Teil unserer Gemeinde und es vergeht fast kein Sonntag, an dem die beiden nicht auf ihren Stammplätzen im Gottesdienst sitzen.

Die beiden sind tiefgläubige, bescheidene und einfache Menschen, die in ihrem Leben hart gearbeitet haben. Selten sind sie aus unserem Dorf herausgekommen, in dem Herbert geboren und aufgewachsen ist und in dem auch Lina seit 1944 eine Heimat hat. Sie wollen auch gar nicht weg. Sie sitzen am liebsten auf der Bank vor ihrem Haus und reden miteinander.
Sie sind immer zu zweit unterwegs und halten Händchen. Das war schon immer so, sagen die Leute. Und jetzt, wo sie alt geworden sind, halten sie nicht nur Händchen, sondern auch einander, wenn es nicht mehr so gut geht.
Zuerst wollten sie gar keinen extra Gottesdienst- bloß nicht im Mittelpunkt stehen, nur keine Umstände machen. So sind Lina und Herbert. Aber das ließen die Kinder und Enkel nicht durchgehen. Also feierten wir die 60 gemeinsamen Ehejahre der beiden. Natürlich waren viele Menschen gekommen, nicht nur aus der Familie, sondern auch aus dem Dorf. So ist das noch auf dem Land.

Die beiden saßen auch heute händchenhaltend im Gottesdienst. Nicht nur bei Lina und Herbert liefen die Freudentränen, auch bei vielen Menschen aus der Gemeinde war diese Rührung zu spüren.

Das sind die Momente, in denen ich auch echt nah am Wasser gebaut bin. Ich war froh, dass ich den Gottesdienst und vor allem den Segenszuspruch für das Brautpaar gut hinbekommen habe.
Wie gut, dass ich durch meine Erkältung sowieso kräftig am Schniefen war. ;-)

Gottesdienstvorbereitung I
Teig für den Kuchen machen und in den Kühlschrank stellen
Obst einsammeln
Gottesdienstvorbereitung II
Obst in die Kirche bringen für den Erntedankaltar
Gottesdienstvorbereitung III
Zwetschgen entsteinen und Kuchen in den Ofen schieben
Gottesdienstvorbereitung IV
Kuchen abkühlen lassen
Mittagessen kochen und essen
Gottesdienstvorbereitung V
Kirche für den Erntedanfamiliengottesdienst vorbereiten (wird bei uns im Orttraditionell immer eine Woche früher gefeiert, weil wir eine Doppelgemeinde sind)
Mit den Helferinnen Kaffee trinken.
Gottesdienstvorbereitung VI
Ab ins Konzert (schön war´s!)
Abendessen
Gottesdienstvorbereitung VII
Krimi schauen.

Morgen nur noch ausdrucken, Technik und aufbauen.

Und jetzt noch das Beffchen bügeln.

I´ve been to various receptions recently. It´s part of our (clergy-)life.
Receptions can be quite nice to catch up with people. But they can be terribly booooring too. In fact, most receptions are more or less boring.
Long, not always funny, sometimes even tasteless speeches. Many speeches. And an other speech. Never ending speeches.

This requires some survival strategies.
I figured some out:

1) shoes
If there are any receptions make sure, you wear comfy shoes in which you can stand for a while. Most receptions are standing- only events. No high heels. Now new shoes.
I usually wear my „preaching-shoes“ because I know they are comfy enough to stand in.

2) clothes
Yes, also clothes can be a survival factor for receptions. Make sure you wear something comfy too. Something that doesn´t need adjustment every five minutes (no too tight shirts or blouses which fall open or even make their ways up the waist). Same goes for hair. Make sure it´s tucked away or doesn´t fall over your face once you talk to someone. Be aware of windy locations.

3) Handbags etc.
If you carry a handbag or backpack with you, make sure it is not too heavy. Particularly handbags can get terribly heavy after a while if you carry too much stuff (I know what I´m talking about). Doublecheck before the event if you will really need all the items your bag contains.
Make sure it has a shoulder-strap that doesn´t cut.

During the reception:
Make sure you have always a free hand. You will have to shake many hands.
If there are tables, make soure to find a place at a table- it doesn´t matter if they are bistro-style standing-tables or not. Well, the standing-tables make it easier to socialise as you don´t always have to get up to greet someone and then sit down again.
Once you´ve found a place at a table, you´ve made it. Almost.
The table is the place where you can easily park your glass if you are supposed to clap your hands politely.
It also helps you with the „hand-free“ rule.
And you can easily even store a plate if any food is offered and take a bite or two during speeches. (Don´t overload your plate. Looks greedy. Rather go twice).

It is often unlikely that you will have a chance to eat because of the small talk. Use the speeches. Just don´t eat too quickly, but a bite every now and then helps you survive all the speeches and fill your tummy.

Even if you´re bored to death- put on your „I´m a interested listener-face“. Works like a pokerface. Don´t yawn. Don´t make any comments, neither non-verbal not verbal.
Try to open your eyes, this gives you an impression as if you were terribly interested. Have a little smile on your face too- just as you dream yourself away to a place where you´d rather like to be at the very moment.

And: Every speech and every reception will have an end. Just believe in it.

Ich habe morgen (!) eine Trauung zu halten, bei der ich auch nachher zur Feier eingeladen bin.

Das Paar ist um die 50, geht regelmäßig in den Gottesdienst und wäre zutiefst enttäuscht, wenn ich nicht käme.
Also muss (und will) ich zur Feier.

Die Frage ist nur: Was soll ich anziehen?
Die Wettervohersage ist: heiß und schwül

Für die Trauung selbst kommt nur eine dunkelgraue Leinenhose und ein leichtes Shirt unter dem Talar (6 Meter Wollstoff- kuschlig aber warm!) in Frage.

Für die Feier muss ich mich also umziehen, denn im Shirt (womöglich ärmellos) und einer bis dahin verknitterten Leinenhose kann ich nicht zur Feier kommen.

Jede Form von Hosenanzug scheint zu warm zu sein.

Ich habe verschiedene Optionen:

-Ein leichtes, sonnengelbes Sommerkleid, ärmellos und ziemlich kurz.
-ein weniger leichtes schwarzes Etuikleid, auch kurz, ärmellos
- einen Baumwollwickelrock aus Thailand, lang, königsblau mit Goldstickerei, dazu ein goldenes ärmelloses Top

Die beiden Kleider scheinen mir ein wenig zu sexy zu sein. Immerhin bin ich ja nicht als Familienmitglied oder eine gute Freundin bei der Feier.
Außerdem sind meine Beine ziemlich verstochen und nicht gerade vorzeigbar.
Bei dem langen Rock aus Thailand bin ich aber unsicher, ob der nicht zu schlicht für eine Hochzeit ist.

Ich merke gerade, das tendiert alles zu ärmellos. Ich habe heute gelesen, dass das kniggemäßig doch nicht so ok ist, auch bei uns in Dtl. nicht.

Also doch Hosenanzug? Oder Sommerkleid?
Kostüm?- Da müsste ich aber Strümpfe dazu tragen. Das ist mir zu warm.

Och menno- ein Mann könnte jetzt einen leichten Sommeranzug tragen und dann hat sich das erledigt. Warum haben wir Frauen immer solche Kleiderprobleme?

Habt Ihr noch einen schnellen Rat? Mädels, was meint Ihr?

Fast jede und jeder im Pfarramt kennt sie.
Die „Durchwanderer“ oder Landstreicher, die ab und zu an der Tür läuten.

Bei mir auf dem Land kommen sie nicht so oft vorbei wie in der Stadt, aber doch auch immer mal wieder.

Kürzlich war es wieder so weit.
Es läutete Sturm an der Türe. Als ich an die Sprechanlage ging, meldete sich niemand. Ich vermutete den Postboten, der oft sehr schnell weitergeht.
Also die Treppe runter an die Haustüre.
Da kam auch der Landstreicher von der anderen Straßenseite und begrüßte mich „freudig“ mit: „Na, Allerliebste, ist ja doch jemand da“. (Oha- kennen wir uns ??????)

Die Allerliebste lächelte etwas gequält als das Gegenüber den Wunsch nach etwas zu Essen und Trinken aussprach. Es war ein heißer Tag. Nicht nur deshalb kam ich seinem Wunsch nach.

Bei mir bekommt jeder etwas zu Essen und zu trinken.
Zu meiner eigenen Sicherheit lasse ich die Landstreicher meist vor der Türe warten. Der, der aktuell um etwas zu Essen bat, bot es sogar von sich aus an. Nahm seinen Schlafsack und setzte sich auf die Eingangsstufen.

Ich hatte gerade Kuchen aus dem Gefrierschrank geholt und taute also dem Landstreicher auch ein Stück in der Mikrowelle auf. Dazu eine große Flasche Wasser, die er dann im Supermarkt gegen Pfand eintauschen konnte.

Hastig verspeiste er den Kuchen. Dann bat er noch um ein paar Brote als Wegzehrung.
Die Allerliebste ging also wieder in die Küche und schmierte noch Marmeladenbrote.

Ich brachte ihm die Brote. Dann fragte er ob er, noch einen Kaffee haben könne und dazu „zwei, drei oder auch zwanzig Euro.“

Da begann ich mir ausgenutzt und vera****t vorzukommen.

Jeder, der Hunger und Durst hat, bekommt etwas bei mir. Das ist eine alte Beduinenregel, die ich in Israel kennen gelernt habe und die ich sehr wichtig finde.
Manchmal bekommen die Landstreicher auch 5 Euro aus der Pfarramtskasse, wenn sie es schaffen, mir eine Geschichte so glaubwürdig zu erzählen, dass ich zumindest so tue, als ob ich sie ihnen glauben würde.
Der Hit dabei ist immer die zu kaufende Zugfahrkarte. (Ja, ne is klar für 5 Euro nach Berlin oder so….) Aber lassen wir das…

Als ich meinem Gegenüber dann sagte, dass ich fände, das was er von mir bekommen hat, würde für den Anfang mal reichen, wurde er etwas unverschämt. Ich wurde deutlicher, dann nahm er seinen Schlafsack und trollte sich.

Uff- solche Menschen, die zwar ganz offensichtlich in Not sind und Hilfe brauchen (in Form von Butterbroten, aber auch umfassender im Sinne einer Resozialisierung), dann aber eine Forderung nach der anderen stellen, die sind eine echte Herausforderung an die Nächstenliebe.

Ich möchte auch in diesen Menschen Christus sehen. Aber Jesus hätte nicht eine Forderung nach der anderen gestellt.

Dass ich als Pfarrerin, die (noch) einigermaßen jung ist und auch sonst nicht unbedingt ins Klischee passt (oder passen will) mal den einen oder anderen Kommentar über mein Aussehen, Figur, Kleidung etc abbekomme, damit habe ich mich mittlerweile abgefunden.
Nach beinahe fünf Jahren war ich bis heute auch der Meinung, dass ich so ziemlich alles an Kommentaren bezüglich meines Äußeren gehört habe, die es zu hören gibt.

Ich finde es nach wie vor unverschämt, wenn Leute meinen, sich über die Figur (auch wenn sie schlank ist) oder das Aussehen der Pfarrerin (oft noch in meiner Gegenwart) auslassen zu müssen.
Klar ist das positiv gemeint. Aber ich will schließlich gute Arbeit als Pfarrerin leisten und nicht über mein Äußeres bewertet werden.
Jaja, ich weiß, das Aussehen spielt bei Frauen leider immer eine größere Rolle als bei Männern.
Und Frauen in öffentlichen Funktionen und Ämtern scheinen es da besonders schwer zu haben.

Natürlich lege ich Wert auf gutes, gepflegtes Aussehen, weil es für mich eine Frage der Professionalität ist, dem Anlass angemessen gekleidet, frisiert und ggf. auch geschminkt zu sein.
In die Schule gehe ich anders als wenn ich bei einem offiziellen Anlass ein Grußwort im Namen der Kirchengemeinde sprechen muss.
Zu ersterem gerne die geliebte Jeans und (gebügeltes) T-Shirt. Zu letzterem aber auf jeden Fall Kostüm oder Hosenanzug.

Den allerschärfsten Kommentar habe ich heute Abend gehört.
Ich war bei der Verabschiedung meines Kollegen W. Im Namen des Kollegenkreises, von dem auch einige anwesend waren, incl. rk Kollege, sprach ich ein Grußwort und überreichte ein kleines Abschiedsgeschenk.

Beim anschließenden Stehempfang kam ein Mann, ca 60, auf meinen Kollegen D. und mich zu.
Er sagte, das Grußwort sei schön gewesen und ich sähe heute so „adrett“ aus.
Kollege D., der mit Komplimenten mir gegenüber sehr großzügig ist (der darf das, weil er auch meine Arbeit als Pfarrerin sieht und wertschätzt), meinte dann nur, ja, auf die Kollegin Kanzelschwalbe ließe er nichts kommen.
Daraufhin wieder dieser Mann: „also als ich Sie das letzte Mal gesehen habe, da hatten Sie die Haare so offen und hätten dringend mal wieder zum Frieseur gemusst.“
*sprachlosbin*
Hallo? Geht´s noch?

Kollege D. rettete dann irgendwie die Situation, aber ich war völlig schockiert angesichts dieser Dreistigkeit des Mannes. Meinen männlichen Kollegen passiert so etwas in dieser Direktheit und Unverblümtheit sicher nicht.

Als der freundliche Komplimentemacher sich dann verabschiedete, konnte ich mir nicht verkneifen, ihm zu sagen, dass ich ihm das nächste Mal Bescheid gäbe, falls ich wieder zum Friseur gehe. Ich dachte, damit würde ich ihm deutlich machen, dass er gewisse Grenzen überschritten hat.
Und was sagt der: Naja, damals hatten Sie´s ja auch wirklich nötig.
*völligentsetztbin*

Ich weiß es nicht, warum manche Menschen denken, sie könnten mich so direkt und unverblümt auf mein Aussehen ansprechen.
Ganz ehrlich- machen das die Leute auch bei den LehrerInnen ihrer Kinder, ihrem Arzt oder der Rechtsanwältin?
Wenn nicht- woher nehmen sie dann das Recht, dies bei der Pfarrerin zu tun?

Es ist mir bei weitem nicht neu, dass man als Pfarrerin auch immer wieder mit Bausachen zu tun hat.
In meinen Gemeinden gibt es verschiedene Gebäude, an denen eigentlich immer was zu machen ist.
Mittlerweile habe ich schon unzählige Bauschauen hinter mir und habe mir einiges an Wissen angeeignet. Es ist zwar nicht heilsnotwendig aber gut zu wissen, was ein Tau-Punkt bei einem Gebäude ist.

Als erste konkrete Baumaßnahme steht die Pfarrhaussanierung an.

Heute war Angebotseröffnung.
Und was steht auf jedem der Angebote:

Bauherrin: Frau Pfarrerin Kanzelschwalbe.

Schon wieder eine neue Rolle.
Und irgendwie respekteinflößend

Nächste Seite »